Sklerosierung

Bei der Verödung (Sklerosierungsbehandlung) von Besenreisern wird ein Verödungsmittel mit feinen Nadeln in die blauen Hautgefäße der Beine gespritzt. Da mit sehr feinen Nadeln und schonend gearbeitet wird, tut die Behandlung nur wenig weh. Die in den nächsten Tagen dadurch bewusst hervorgerufene Entzündung soll dazu führen, dass die Veneninnenwände miteinander verkleben, die röhrenförmigen Blutgefäße sich dadurch verschließen und in den Wochen danach zu Bindegewebe umgewandelt werden. Um diese gewünschte Entzündungsreaktion kontrollieren zu können, sollten nach der Behandlung Kompressionsstrümpfe für 2-4 Wochen getragen werden. Das führt schneller zu einem guten kosmetischen Ergebnis, denn in den ersten Tagen sehen die Besenreiser noch nicht heller aus oder sind weniger geworden. In den ersten 24 Stunden nach einer Sklerosierungsbehandlung verbleibt der Strumpf auch über Nacht an den Beinen. Meist werden darunter auch noch Wattetupfer für einen besseren gezielten Druck auf manche Besenreiser geklebt. Das optisch gut sichtbare Ergebnis erreicht man nach ca. 4-6 Wochen und nach 2-5 Sitzungen, in Einzelfällen auch mehr.

Schaumsklerosierung

Eine moderne Form der Verödungsbehandlung (Sklerosierung) stellt die Schaumverödung (Schaumsklerosierung) dar. Bei dieser Krampfaderverödung wird das (bewährte und etablierte) flüssige Verödungsmittel Aethoxysklerol (Wirkstoff: Polidocanol) mit geringen und genau definierten Mengen steriler Luft versetzt und emulgiert (aufgeschäumt). Der so hergestellte Schaum wird durch eine ultrafeine Kanüle in die Krampfader injiziert. Dabei verdrängt der Verödungsschaum das Blut und wirkt direkt verklebend (verödend, sklerosierend) auf die Venenwand. Im Vergleich zur Behandlung mit flüssigem Verödungsmittel wird der Sklerosierungsschaum also nicht vom Blut verdünnt, deswegen können geringere Konzentrationen und Mengen des Verödungsmittels verwendet werden. Das bedeutet, dass bei der neuen Form der Schaumverödung kaum noch Nebenwirkungen beobachtet werden und die Behandlung deutlich schneller zum Ziel führt. Die Häufigkeit der Behandlungseinheiten richtet sich nach der Menge und Dicke der zu behandelnden Venen. Meistens sind weniger Sitzungen (1-3) mit Schaumverödung nötig als mit flüssigem Verödungsmittel. Der Behandlungsabstand beträgt 6-8 Wochen.

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